Kunst zum Mitnehmen? Wenn Skulpturen schneller unter die Leute kommen als geplant.
210 Mini-Mozarts verschwinden in zwei Wochen und auch die kleinen Wagner-Figuren hatten bereits „Beine“. Wie schützt man Kunst, die bewusst frei zugänglich präsentiert wird?
Kunst soll Menschen erreichen. Bei den goldenen Mini-Mozarts von Ottmar Hörl ist das offenbar besonders gut gelungen, allerdings anders als geplant.
Für die Salzburger Festspiele 2026 hatte der Künstler 230 goldglänzende Mozart-Figuren im Mirabellgarten aufgestellt. Die 50 Zentimeter großen Skulpturen waren bewusst zum Anfassen gedacht. Mozart sollte nicht unerreichbar auf einem Sockel stehen, sondern mitten unter den Menschen.
Das Konzept funktionierte. Vielleicht sogar zu gut. Innerhalb von nur zwei Wochen verschwanden 210 der 230 Figuren. Nicht verkauft, sondern gestohlen. Die Installation wurde daraufhin vorzeitig beendet. Eine einzelne Figur kostete unsigniert 90 Euro. Der Künstler vermutet die verschwundenen Mozarts inzwischen in privaten Wohnzimmern oder irgendwann bei Auktionen. Damit hat sich die Kunst tatsächlich „unter die Leute“ gemischt, nur eben ohne Kaufbeleg.
Doch Mozart ist kein Einzelfall. Bereits 2023 verschwanden bei den Bayreuther Festspielen kleine Wagner-Figuren von Ottmar Hörl. Auch hier waren die Kunstwerke frei zugänglich aufgestellt.
Die Fälle zeigen ein grundsätzliches Problem: Was bewusst frei zugänglich und sichtbar präsentiert wird, ist häufig auch besonders einfach erreichbar und verführt wohl auch zu spontanen Aktionen. Bei temporären Ausstellungen, Kunstinstallationen, Skulpturenparks oder einzelnen Kunstwerken im Außenbereich kann man schließlich nicht jedes Objekt hinter Glas stellen oder rund um die Uhr bewachen lassen.
Damit stellt sich eine praktische Frage: Wie schützt man ein Kunstwerk, wenn man es nicht verstecken will?
Wegnahme erkennen, bevor das Kunstwerk unterwegs ist.
Für solche Anwendungen kann unser Solarkontakt MS-PV eine Möglichkeit sein.
Der Melder wurde ursprünglich zur Sicherung von Photovoltaikmodulen entwickelt. Sein Funktionsprinzip lässt sich aber auch auf andere wertvolle, freistehende Objekte im Außenbereich übertragen. Der MS-PV kombiniert einen Magnetkontakt mit einem Erschütterungsmelder. Dadurch können sowohl Manipulationsversuche als auch die Wegnahme eines überwachten Objekts erkannt werden. Wichtig für die Planung: Der MS-PV benötigt selbst keine Betriebsspannung. Er wird jedoch über ein Kabel mit einer bestehenden Einbruchmeldeanlage verbunden. Die Alarmierung erfolgt damit über die vorhandene Anlage.
Aber es ist klar, nicht jedes Kunstwerk braucht einen eigenen Melder.
Der MS-PV ist sicherlich keine wirtschaftliche Lösung für jede 90-Euro-Mozartfigur. Und genau das ist auch nicht der Anspruch.
Interessant wird die Lösung dort, wo ein einzelnes Kunstwerk oder eine Installation einen deutlich höheren Wert besitzt oder wo der ideelle beziehungsweise kulturelle Wert einen besonderen Schutz rechtfertigt. Bei einer hochwertigen Skulptur, einer wertvollen Außeninstallation oder einem einzelnen Kunstobjekt kann die Investition in eine diskrete elektronische Überwachung dagegen sehr sinnvoll sein. Denn die entscheidende Frage lautet nicht: Was kostet der Melder? Sondern: Was kostet es, wenn das Kunstwerk plötzlich weg ist?
Kunst darf nahbar sein. Ungesichert muss sie deshalb nicht sein.
Die Idee hinter frei zugänglicher Kunst ist richtig: Besucher sollen Kunst erleben können, ohne dass zwischen ihnen und dem Objekt zwangsläufig eine Glasscheibe steht. Zwischen „zum Anfassen“ und „zum Mitnehmen“ liegt allerdings ein erheblicher Unterschied. Eine unauffällige elektronische Überwachung kann dabei helfen, diese Grenze zu sichern.
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Mehr und zertifizierte Sicherheitstechnik für Bilder, Vitrinen oder freistehende Objekte finden Sie auf unserer Fokusseite für Museen und Galerien.
(Bild @ https://salzburg.orf.at)